Kinderlager mit Hund?

Gar keine so schlecht Idee. Aber es bedingt ein paar Vorbereitungen und Planung.

Als erstes hatte ich fast doppelt so viel Gepäck... Napf, Futter, Bettchen, Decke, Schleppleine, Erdhacken, Geschirr, Kurze Leine, Halsband, Guddis, Kausachen, Durchfallpulver, Apothekenzeug für den Hund wie Zeckenzange und Verband und einen geeigneter Autoreiseplatz war mein Startgepäck. Selbstverständlich musste ich vorher abklären ob den ein Hund im Lagerhaus überhaupt erlaubt ist, glücklicherweise war dies der Fall. Vor dem Lager hatte ich bereits begonnen das Kommando Decke einzuführen und am Bleib gearbeitet. Dies hat sich leider dann nicht so ausgezahlt dazu aber später mehr. Vor der Abreise ging ich nochmals weit spazieren und nahm genügend Wasser mit für die Fahrt. So ging es also los.. zu den Lagerregeln wurde hinzugefügt: Es darf nichts dem Hund gefüttert werden

Der Hund darf angeleint nur angefasst werden wenn er auf ein Namensrufen kommt

Schläft der Hund oder liegt auf seiner Decke darf er nicht gestört oder angefasst werden


Diese Regeln waren Gold wert, auch wenn sie nicht immer befolgt wurde. Was dann zb. mit einem Anknurren geendet hat auf welches ich das Kind auch gut ansprechen konnte. Da das Kind sich bewusst war, es hat gegen die Regel verstossen, war auch klar darum hat der Hund geknurrt. Meist klappte es aber sehr gut. Die ersten zwei Tage schlief Quira jedoch kaum, sie verfolgte mich auf Schritt und Tritt. Das auf der Decke bleiben klappt überhaupt nicht. Dafür brauchte ich keine Leine mehr. Der Hund war plötzlich ganz brav und gehorchte super! So wurden Zimmerzeiten von mir eingeführt für Quira. Beim Essen war sie sowieso jeweils 1h im Zimmer. (natürlich mit Wasser und genügend Platz) am Abend war ihr das singen auch zu laut also beschloss ich, sie da auch im Zimmer ruhen zu lassen. Ich selbst war auch total müde und wir begannen jede freie Minute gemeinsam ein Nickerchen zu machen. Das hat sehr geholfen. Am zweiten Tag war sie nämlich total zickig. Danach besserte sich dies stark, so dass sie auch begann mit den Kids zu spielen und kuscheln. Natürlich war sie die Prinzessin und die Kinder wie auch Leiter hatten grosse Freude an ihr. Die Spazierzeiten musste ich jeweils spontan etwas improvisieren, Quira störte dies herzlich wenig. Da kam sie ihrem Rassenstandart nach. Der Eurasier ist glücklich, solange er bei seinem Menschen in der Nähe sein kann, egal wo oder wie. Bis am Ende ging sie sogar manchmal selbständig ins Zimmer oder blieb liegen wenn ich kurz etwas holen ging. Wir fanden es ein Erfolg, auch wenn es natürlich zusätzlich streng ist einen Hund im Lager dabei zu haben. Die Kuschelstunden nachts haben dies wieder wett gemacht. Gute Planung und etwas Spontanität, dann ist ein Lagerhund eine ganz tolle Sache.


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